Evangelische Kirchengemeinde Leimen Menschen in Bewegung
 

Reformationsfest

Nun freut euch, lieben Christen g´mein (EG 341)



Titel:
Nun freut euch, lieben Christen g´mein

Quelle:
Evangelisches Gesangbuch (EG) Nr. 341

Liedtext:
Martin Luther 1523

Melodie:
Martin Luther 1523

Satz:
Hans-Peter Braun

Ensemble:
Vocifer, Evang. Stift Tübingen

Aufnahmeort:
Evang. Kirche Tübingen-Hagelloch

Anlass/Thema:
Gnade und Glaube / Der Grund des Glaubens

Woche/Kirchenjahr:
Reformationsfest

Liedstrophen:
1. Nun freut euch, liebe Christen g´mein, und lasst uns fröhlich springen, das wir getrost und all in ein mit Lust und Liebe singen, was Gott an uns gewendet hat und seine süße Wunder tat; gar teu´r hat er´s erworben.

2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren, mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren. Ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein, die Sünd hatt´ mich besessen.

3. Mein guten Werk, die galten nicht, es war mit ihn verdorben; der frei Will hasste Gotts Gericht, er war zum Gutn erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, dass nichts denn Sterben bei mir blieb, zur Hölle musst ich sinken.

4. Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir das Vaterherz, es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließ´s sein Bestes kosten.

5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die Zeit ist hier zu erbarmen; fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und lass ihm mit dir leben.

6. Der Sohn dem Vater g´horsam ward, er kam zu mir auf Erden von einer Jungfrau rein und zart; er sollt mein Bruder werden. Gar heimlich führt er sein Gewalt, er ging in meiner armen G`stalt, den Teufel wollt er fangen.

7. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen; ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, und soll der Feind nicht scheiden.

8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles dir zugut, das halt mit festem Glauben. Den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da bis du selig worden.

9. Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten.

10. Was ich getan hab und gelehrt, das sollst du tun und lehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und seinen Ehren; und hüt dich vor der Menschen Satz; davon verdirbt der edle Schatz: das lass ich dir zu Letze.

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